st-lorenz-schoeningen
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Zur Geschichte
Baugeschichte der Klosterkirche
Außenbau
Innenraum
Malereien
Ausstattung
Die archäologischen Befunde

Außenbau

Die Chorseitenschiffe bilden den Unterbau zu einer monumentalen, für Norddeutschland ungewöhnlichen Ostanlage mit zweigeschossiger, halbrunden Apsis und hohen, beiderseits des Giebels aufragenden Türmen. Die Fertigstellung der Turmgeschosse ist wahrscheinlich mit einer Baunachricht von 1235 zu verbinden. Der frei abgelöste Oberbau und der Mittelgiebel sind im 19. Jahrhundert vereinheitlicht restauriert worden. Im Aufbau folgt die Apsis dem Vorbild in Königslutter, in Schöningen wird jedoch auf jeglichen Aufwand verzichtet. Man beschränkt sich auf eine reduzierte Ausgestaltung der Apsis mit Rundbogenfries, Lisenen und Halbsäulen mit unterschiedlich gestalteten Kapitellen.

Auf dasselbe Vorbild verweist das Portal, der heutige Haupteingang, in der südlichen Stirnwand des Querhauses mit seinen korinthisierenden Kapitellen. An der Westseite der Querhausarme sind deutlich die zugesetzten Arkaden zu sehen, die auf ein dreischiffiges Langhaus schließen lassen. Ebenfalls zugesetzt ist eine Tür im Abschluss des nördlichen Querhausarms, die als Durchgang zum Kreuzgang diente. Auch die Ost- und Südseite des Querhauses weisen deutliche Spuren von vergangenen Umbauten auf.

Das stark verkürzte, spätgotische Langhaus stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und ist ein einschiffiger, vierjochiger Bau mit schmalen Spitzbogenfenstern mit je einer Tür zu beiden Seiten. Die Südtür mit ihrem Schulterbogen dient heute als Notausgang. Die zugesetzte Nordtür, die einst den Durchgang in den Westflügel des Kreuzgangs ermöglichte, trägt außen die Jahreszahl 1472.

Der Westbau kann als Verlängerung des Langhauses angesehen werden. Es ist ein zweigeschossiger, zweijochiger, türloser Bau mit segmentbogenartigen Fenstern, deren gotisches Maßwerk eine starke Ähnlichkeit zu dem der Langhausfenster aufweist. Die Gedrungenheit des Baus wird durch die massigen Strebepfeiler noch verstärkt.